masi Geschrieben 1. Juni 2002 Teilen Geschrieben 1. Juni 2002 Hallo zusammen! Hätte da mal ne kleine Frage an "Piper Super Cup - Kenner": Ich war heute Samstag im Birrfeld und wurde beinahe Zeuge eines Unfalls. Eine Piper Super Cup die auf der RWY 08 landen wollte, setzte butterweich auf und auf einmal machte sie einen "Suri" oder auf Deutsch eine 180 Grad Drehung bei vollem Tempo und berührte dabei mit dem rechten Flügel den Boden. Danach rollte sie ganz normal zur Tarmac. Ich hatte leider keine Zeit um mich weiter darum zu kümmern, wollte ja schliesslich auch noch in die Luft heute, daher meine Frage wie kann so etwas passieren? Ist die Super Cup speziell Ausbrechgefärdet, oder kann es sein, dass das Heckrad quer gestanden hat? Was meint ihr dazu? Greets Fabi Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
H.J.Suter Geschrieben 2. Juni 2002 Teilen Geschrieben 2. Juni 2002 Hallo Fabi Was Du da gesehen hast nennt man einen "Ground Loop".und ist typisch für Heckrad-Flieger die beim oder nach dem Aufsetzen nicht präzise ausgerichtet sind. Kann passieren wenn plötzliche Seitenwindböen auftreten und der Pilot zu spät darauf reagiert. Bei Heckrad-Fliegern Liegt der Schwerpunkt hinter der Referenzlinie des Flügels,die Folge davon ist,dass bei entsprechenden Seitenwind-Verhältnissen das Heck die Tendenz hat den Bug zu " überholen " und aussschert. Die Piper Super Cub zum Beispiel erlaubt gemäss AFM( Airplane Flight Manual ) eine max. Seitenwindkomponente von 5 Knoten. Das beudeutet aber nicht dass die Super cub ein kritisches Flugzeug ist, im Gegenteil, die Super Cup ist einer der gutmütigeren Sorte in der Kategorie Heckrad-Flugzeuge, Deshalb eignet sie sich auch idealerweise zum Umschulen aufs Heckrad-Fliegen Ich habe in meiner " Heckrad-karriere" bis jetzt die Boeing Stearman als kritisches Flugzeug kennen gelernt. Sie ist Sehr schwer, ca. 1150 kg Abfluggewicht,und lässt praktisch keine Seitenwind- komponente zu, Im AFM heisst es unter Crosswind Landing ganz lapidar: to be avoided when ever possible, dass heisst nach Möglichkeit zu vermeiden. Dies gilt grundsätzlich für schwere Heckrad-Flieger ohne Landeklappen. Ich hoffe ich habe Dir Deine Frage genügend beantwortet. Gruss Hansjörg Suter, LSZK Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
Gast Hans Fuchs Geschrieben 2. Juni 2002 Teilen Geschrieben 2. Juni 2002 Was könnte ich nach Hansjürgs Statement noch anfügen? Nur, dass es zwei Sorten von Heckrad Piloten gibt: Jene die den Loop schon gemacht haben und jene, die ihn noch vor sich haben. So gesehen spielt es ja auch keine Rolle, zu welcher ich gehöre. Hans der die schönste Super Cub der Schweiz sein eigen nennt und sich natürlich auch wünscht, sie würde sowas nie machen. ------------------ Gletscherfliegen Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
masi Geschrieben 3. Juni 2002 Autor Teilen Geschrieben 3. Juni 2002 Besten Dank Hansjörg für die ausführliche Antwort! Ich dachte eigentlich ich hätte etwas Einzigartiges gesehen, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein... Das einzige "Flugzeug" mit Heckrad, welches ich je geflogen bin ist der Motorsegler Falke und da hab ich keine Ausbrechtendenzen feststellen können, zumindest nicht so extreme! Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
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